Pirmasenser Zeitung - 10. Januar 2017

Ein "Feuerwerk" der Blasmusik

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Ein Neujahrskonzert mit einer guten Mischung aus Klassik und moderner Filmmusik bot das große symphonische Orchester der Moosalbtaler Blasmusik unter der Leitung von Harald Domes im fast vollbesetzten Waldfischbacher Bürgerhaus. (Foto: Fritzinger)

Neujahrskonzert der Moosalbtaler Blasmusik im Waldfischbacher Bürgerhaus

Ein beeindruckendes Erlebnis bot das symphonische Orchester der Moosalbtaler Blasmusik am Samstag beim Neujahrskonzert im Waldfischbach-Burgalbener Bürgerhaus. Die Musiker stellten wieder ihr ausgezeichnetes Können unter Beweis, so dass die rund 260 Zuhörer, die sich nicht von den winterlichen Straßenverhältnissen und dem angekündigten Eisregen abschrecken ließen, ganz auf ihre Kosten kamen.

"War das alte Jahr erfolgreich, freu Dich aufs Neue. War es schlecht, dann erst recht", zitierte der Posaunist Alexander Müller, der als Moderator durch das gut zweistündige Programm führte, zum Jahresstart einen Spruch von Albert Einstein.

Zum Auftakt des Kulturprogrammes 2017 richtete der erste Ortsbeigeordnete Roland Schumm in Vertretung der erkrankten Ortsbürgermeisterin Anna Silvia Henne seinen Dank für die seit Jahren bestehende Unterstützung der Ortsgemeinde an das renommierte Orchester. Gerade im vergangenen Jahr habe die Moosalbtaler Blasmusik anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten mit der französischen Partnerschaft Carentan in besonderer Weise hervorgetan und die Pfalz nicht nur beim Empfang in Waldfischbach-Burgalben, sondern auch beim Gegenbesuch in der Normandie würdig vertreten.

Dirigent Harald Domes setzte beim Programm auf Tradition. Den Auftrakt bildete die "Feuerwerksmusik" von Georg Friedrich Händel. Von Walzerkönig Johann Strauss erklangen im ersten Teil Werke aus "Zigeunerbaron" und "A Few Dots of Polka". Dazwischen intonierten die Musiker, die die gesamte Bühne füllten, das "Intermezzo" aus der Mascagni-Oper "Cavalleria Rusticana" sowie die Blasorchester-Version "Toccata in D Minor", das bekannteste Orgelwerk von Johann Sebastian Bach.

Erneut mit Strauss, diesmal allerdings mit seinem Münchner Namensvetter Richard, ging es nach der Pause mit dessen sinfonischer Dichtung "Also sprach Zarathustra" noch einmal ganz klassisch weiter, bevor mit "La Storia" des zeitgenössischen niederländischen Komponisten Jacob de Haan das Orchester in den Bereich der Pop- und Filmmusik überwechselte. Für Lacher nicht nur im Publikum sondern auch bei Müller am Rednerpult selbst sorgte die Verlosung von sechs Freikarten für das Frühjahrtskonzert in Hermersberg nach einem Gewinnspiel. Denn außer an den Rodalber Norbert Bäumle gingen alle Gewinnlose an Vereinsmitglieder und Angehörige der Musiker. "Die Karten dürfen natürlich auch weitergegeben werden", machte der Moderator sichtlich amüsiert aufmerksam, zumal sich sogar eine Orchestermusikerin unter den Gewinnern befand.

Den Abschluss des offiziellen Programms bildelte die Filmmusik des Westernklassikers "The Magnificent Seven (Die glorreichen Sieben)" des Oscar- und Golden Globe prämierten Komponisten Elmar Bernstein. Auf den kräftigen Applaus des Publikums hin als Zugabe spielte das Orchester neben dem Radetzky-Marsch auch die "Tritsch-Tratsch-Polka", die Dirigent Harald Domes mit viel Witz als "noch was Langsames zum Schluss" ankündigte.